Der CDU-Kreisverband Köln und die Junge Union Köln haben einen Brandbrief (liegt NIUS vor) an Friedrich Merz und die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gerichtet. In dem Schreiben üben sie massive Kritik an den laufenden Koalitionsverhandlungen.
Der Brandbrief ist gleichzeitig ein Antrag, der am Sonnabend eingericht werden soll und deshalb auf den 05. April datiert ist. Darin heißt es: „Was wir derzeit aus Berlin vernehmen, ist ein politisches Desaster und eine große Enttäuschung für die vielen engagierten Mitglieder der Basis.“
Die Kölner CDU-Mitglieder erinnern daran, dass sie „bei Schnee und Minusgraden im Winterwahlkampf an den Ständen standen, Plakate geklebt, Haustürwahlkampf gemacht und Menschen überzeugt haben.“ Sie hätten „in einer linksdominierten Stadt wie Köln für konservative Werte gekämpft – für Ordnung, wirtschaftliche Vernunft, Migrationskontrolle und Sicherheit.“
„Wer soll uns denn noch ernst nehmen?“
Und weiter: „Wir haben Sie, Friedrich Merz, verteidigt, weil wir daran geglaubt haben, dass Sie für Klarheit stehen - nicht für opportunistische Deals.“
Der Brief beklagt fehlende inhaltliche Positionierung: „Wo bleibt die Handschrift unserer Union in den Verhandlungen? Wo ist der versprochene Kurswechsel in der Migrationspolitik? Wo ist die Wirtschaftswende, die wir angekündigt haben?“ An anderer Stelle heißt es: „Wer soll und denn noch ernst nehmen, wenn die CDU für alles und nichts steht?“
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